Tour M
Mauerdurchbrüche – Unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin
Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels in den märkischen Sand gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und die Freiheit zu erlangen. Der erste Tunnel entstand im Dezember 1961, der letzte 1985. Insgesamt waren es siebzig Fluchttunnel; durch die erfolgreichen gelangten über 300 DDR-Bürger nach West-Berlin. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi Wind bekommen hatte. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und Staatssicherheit entstand, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für Fluchtwillige.
In der Tour M erzählen wir nicht nur die Geschichte(n) der Fluchttunnel. Auch die Berliner Geisterbahnhöfe, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche finden bei dieser Führung ausgiebig Erwähnung.
Nach dem Besuch der thematischen Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per „U-Bahn-Shuttle“ zur Bernauer Straße, einem der Brennpunkte des Mauerbaus und auch einer der Schwerpunkte im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzsperranlagen hier siebenmal untertunnelt. An diesen authentischen Schauplätzen der Geschichte berichten wir vor Ort sowohl über verratene und gescheiterte Stollen als auch über die beiden erfolgreichsten und spektakulärsten Fluchttunnelprojekte aus der Zeit der Berliner Mauer.
| Anlagen: |
Zivilschutzanlage Blochplatz (versch. Themenräume), U-Bahnhof Bernauer Straße, ehemaliges Grenzgebiet Bernauer Straße |
| Termine: |
ganzjährig Sa u.So 11 Uhr |
| Dauer: |
ca. 120 Min. |