Führung Juden in Berlin

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Die Führung beschreibt das jüdische Leben in Berlin vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Sie erfahren mehr über die Anfänge der jüdischen Gemeinde in Berlin an, deren Blütezeit und welchen Einfluss die Jüdische gemeinde auf die Stadt Berlin hatte. Unsere Stadtführerin vermittelt interessante Geschichten direkt im ehemaligen Jüdischen Viertel bei einem kurzweiligen Spaziergang.

Sie sehen u.a. den ersten jüdischen Friedhof Berlins, die jüdische Mädchenschulde, die Otto-Weidt-Blindenwerkstatt und natürlich die Neue Synagoge, das Centrum Judaicum.

 

 

Beschreibung

Wir erforschen gemeinsam, was das jüdische Leben in Berlin ausmachte und werfen dann auch einen Blick auf die dunkelsten Stunden während des Zweiten Weltkriegs. Wir gehen der Frage nach, wie diese lebhafte und friedliche Gemeinschaft unter dem Regime von Adolf Hitler unterdrückt und letztendlich systematisch vernichtet wurde. Dazu besichtigen wir auch das Denkmal für die 55.000 ermordeten Juden Berlins an.

Unser Rundgang “Juden in Berlin” beginnt am Hotel Alexander Plaza in der Rosenstrasse. Hier stand die erste orthodoxe Synagoge der Jüd. Gemeinde. Diese sowie das Gebäude der Sozialversorgungsanstalt der Jüd. Gemeinde waren Sammelstellen jüd. Ehegatten, die im Zusammenhang mit der „Fabrikaktion“ im Februar 1943 von hier aus in die Vernichtungslager deportiert werden sollten. Die nicht jüdischen Ehefrauen demonstrierten hier und erreichten mit ihrem mutigen Widerstand die Freilassung ihrer Ehemänner.

Eine nächste Station ist der Hof, in dem sich die Blinden – Werkstatt von Otto Weidt befand, der hier behinderte jüd. Arbeiter beschäftigte und viele unter großen Risiken vor der Deportation retten konnte. (Evtl. Innenbesichtigung) Daneben befinden sich die Hackeschen Höfe, die wieder in den Besitz des früheren jüdischen Eigentümers übergingen und inzwischen, wunderschön saniert, ihre alte Lebendigkeit der 20er Jahre zurückgewonnen haben.

Der Weg “Juden in Berlin” führt weiter durch die Oranienburger Str. in die Große Hamburger Strasse. Hier befand sich der erste jüdische Friedhof Berlins, auf dem viele bekannte Juden begraben sind, die v.a. das 18. Jhd. in Berlin prägten. Leider wurde er 1943 zerstört. Eine Kopie des Grabsteins von Moses Mendelssohn ist Anlaß über dessen Leben und Leistungen zu berichten. Nebenan befand sich ein Jüdische Altersheim. Auch dieses wurde zur Sammelstelle für Berliner Juden, die von hier aus deportiert wurden. Hier wird darüber berichtet wie es Markus Latte gelang zu fliehen und alle weiteren Jahre bis 1945 illegal in Berlin zu überleben und sich sogar zum erfolgreichen Musiker ausbilden zu lassen.

Der Rundgang “Juden in Berlin” führt vorbei an der Jüdischen Schule zur Auguststrasse, wo sich die Jüdische Mädchenschule, der jüdische Kindergarten und Räumlichkeiten für die Jüdische Frauenorganisation befanden. In der Tucholskystr. hat sich die orthodoxe Gemeinde „Adass Jisroel“ wieder niedergelassen. Hier gibt es ein Bethcafe, das koschere Küche anbietet und ein Geschäft, in dem koschere Lebensmittel und Ritualien verkauft werden. Am Haus der Jüdischen Wissenschaften erfährt man von Leo Beck, der Rabbiner war und hier gelehrt hat.

Schließlich endet der Rundgang in der Oranienburger Strasse, an der Neuen Synagoge, dem „Centrum Judaicum“ – zur Pflege der jüdischen Tradition, Kultur und Religion im alten Scheunenviertel.

Dauer: 2 Stunden


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