Dresden Schwebebahn

Dresden Schwebebahn2018-04-11T12:12:14+00:00

Genießen Sie die Aussicht!

Die Bergstation der Schwebebahn bietet den Besuchern einen herrlichen Ausblick über das Dresdner Elbtal und hält für Technikfreunde interessante Ausstellungen zum Betrieb der Bahnen bereit. Der Aussichtsturm sowie die Ausstellung sind täglich während der Betriebszeiten der Schwebebahn geöffnet.

Die technische Anlage der Schwebebahn basiert auf dem Einschienenhängebahn-Prinzip des Kölner Ingenieurs Eugen Langen. Dabei wird der Fahrbahnträger, auf dem die Schiene befestigt ist, von 32 Pendel- und einer Feststütze getragen. Beide Wagen besitzen Räder mit Doppelspurkränzen zur Führung auf der Schiene. Die Wagenkästen selbst hängen unter der Fahrschiene. Bewegt werden die Wagen durch ein Zugseil. Die zugehörige Fördermaschine steht in der Bergstation. Zunächst von einer Verbunddampfmaschine angetrieben, kommt seit 1909 ein Gleichstrommotor zum Einsatz. Dieser lässt die Wagen auf der weltweit einzigartigen Bahn zwischen Berg- und Talstation pendeln.

Sechs Jahre nach Inbetriebnahme der benachbarten Standseilbahn nahm die Dresdner Schwebebahn im Jahr 1901 den Betrieb auf und verbindet seitdem den Stadtteil Loschwitz mit den Höhenlagen von Oberloschwitz. Die Schwebebahn selbst ist ein beispielhaftes Werk deutscher Konstruktionskunst. Als älteste und bis heute in ihrer Bauart einzige Bergschwebebahn trotzte sie der Zeit und überstand die Höhen und Tiefen der Geschichte. Dabei waren über die Zeit hinweg nur kleinere technische Anpassungen nötig. Seit 1975 steht die Schwebebahn unter Denkmalschutz.

Nach umfänglichen Rekonstruktionen in den Jahren 2001 bis 2002 wurde die Bergstation der Schwebebahn mit einem modernen Panoramaaufzug ausgestattet, der den Besuchern Zutritt zum Turm des Maschinenhauses und damit einer eindrucksvollen Aussichtsplattform ermöglicht. Die „Schöne Aussicht“ über das gesamte Dresdner Elbtal gab dieser Gegend im Volksmund ihren Namen. Die Aussichtsplattform sowie die kleine Techniksausstellung in der Bergstation sind täglich während der Betriebszeiten der Schwebebahn geöffnet. Aus betrieblichen Gründen ist der letzte Zugang zum Turm jedoch 45 Minuten vor der letzten Fahrt.

  • Bauart: Seilschwebebahn System Langen
  • Betriebsart: Pendelbetrieb (führerlos)
  • Stationen: Talstation in Loschwitz, Bergstation in Oberloschwitz
  • Streckenlänge: 273,8 Meter
  • Höhenunterschied: 84,2 Meter
  • Durchschnittliche Neigung: 32,18 Prozent
  • Maximale Neigung: 39,90 Prozent
  • Zugseil: 410 Meter lang, 38 Millimeter im Durchmesser
  • Antriebsleistung: 80 Kilowatt
  • Fördermaschine: zwei starr gekuppelte Treibscheiben
  • Beförderungsleistung: 400 Personen pro Stunde und Richtung
  • Fahrgeschwindigkeit: 1,6 Meter/Sekunde
  • Fahrzeit: 4,5 Minuten